Archive for the ‘ IT Living – Living IT ’ Category

Softwarepatente sind doof

Unter Berücksichtigung aktueller Fakten vermute ich mal die Geschichte hat sich wie folgt zugetragen:

Mark Hurd (Hewlett-Packard) treibt es auf Kosten seines Arbeitgebers mit einer Geschäftspartnerin und muss deshalb gehen. Sein Freund Larry Ellison (Oracle) ist daraufhin so sauer, dass er seinen alten Kumpel Steve Jobs (Apple) anruft, um dem zu erzählen, dass er jetzt mal so richtig Lust hätte jemanden in den Arsch zu treten. Daraufhin der gute alte Steve: “Da kann ich helfen, ich hätte da nämlich gerade so ein Problem mit Googles Android als Konkurrenz zum iPhone…” Und so geht Larry hin und verklagt erst einmal Google wegen der Verletzung von Softwarepatenten beim Einsatz von Java auf Android-Mobiltelefonen.

Naja, vielleicht geht hier meine Phantasie mal wieder mit mir durch – aber mir zeigt das ganze mal wieder, wie gefährlich Softwarepatente eigentlich sind. Wenn man nachsieht, wie wenig Innovatives in den von Oracle angeführten und von Google mutmaßlich verletzten Patenten geschützt ist, muss man als Softwareentwickler bei der Umsetzung eigener Projekte eigentlich Angst vor jeder halbwegs guten Idee haben – es könnte sie schon jemand anderes gehabt und patentiert haben.

Zum Glück muss ich diesen Post nicht mit einem Doppelklick speichern, der wäre nämlich von Microsoft patentiert…

Neuer PGP-Schlüssel

Da GPG jetzt auch mit Apple Mail toll funktioniert, habe ich mal wieder einen neuen Public Key für verschlüsselte E-Mails per PGP. Zum Download geht es hier:

Download thomasmanthey.asc

Hättest du geschwiegen…

… dann wärest du ein Philosoph geblieben.

Klaus Jansen, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter gab gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung ein Interview zum Thema Sicherheit im Netz. Herr Jansen, ich finde, wenn sich jemand derart offen als in der Materie Internetsicherheit inkompetent darstellt, sollte er sich der in diesem Land in Mode geratenden Rücktrittswelle anschliessen. Sind Sie eigentlich CDU-Mitglied?

Die grosse Inhaltsvernichtung

tagesschau.de berichtet heute, dass man dort aufgrund des 12. Rundfunkstaatsvertrages bis zum 31.08.2010 etwa 80% aller jemals ins Netz gestellten Inhalte löschen muss – ist schon spannend, wie man seitens der Ländervertreter, die dieses Werk beschlossen haben, mit den Ergebnissen gebührenfinanzierter Arbeit umgeht bzw. umgehen läßt…

Selbstmorde bei Foxconn – oder doch nur in China?

Ich habe gerade eine interessante Zahl gelesen – sie besagt, dass sich in China pro Jahr 14 von 100000 Menschen selbst umbringen. Dabei fiel mir die Berichterstattung der letzten Wochen über den asiatischen IT-Auftragsfertiger Foxconn wieder ein, der in China unter anderem für Apple, Dell u.v.m. diverse Hardware produziert – in dieser wird von einer erhöhten Selbstmordrate unter Foxconn-Mitarbeitern gesprochen, die unter anderem auf schlechte Bezahlung und beinahe unmenschliche Arbeitsbedingungen geschoben wird. Diese Begründungen stimmen vermutlich – aber sind sie ein Problem von Foxconn? Oder von den Unternehmen, die bei Foxconn produzieren lassen? Read more

So löschen Sie Daten richtig

Hier mal ein Zitat eines Ratschlags zum sicheren Löschen von Daten auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik:

Physikalische Vernichtung

Wenn Sie einen Computer endgültig entsorgen wollen, so sollten Sie die Festplatte am besten gleich physisch zerstören. Das gilt auch für Speichermedien wie CDs oder USB-Sticks. Bei defekten Festplatten, die nicht mehr überschrieben werden können, bleibt als Löschverfahren ebenfalls nur das physikalische Vernichten. Wenn Sie schon immer mal eine Festplatte von innen sehen wollten, wäre dies genau der richtige Zeitpunkt. Richten Sie am Objekt möglichst maximalen Schaden an. Seien Sie dabei jedoch vorsichtig und ziehen Sie sich entsprechende Schutzkleidung an.

DELETE FROM Vorratsdatenspeicherung

Und auch, wenn mir “DROP TABLE Vorratsdatenspeicherung” besser gefallen hätte, sage ich hiermit den Richtern in Karlsruhe ein grosses Dankeschön.

Link zur Tagesschau – Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung

Endlich ist das iPad da…

… sagen meine Lieblings-Mac-User unter den Kollegen und können es fast nicht erwarten, sich so ein Ding zuzulegen. Und auch ich sage: Toll, dass hier jemand Interesse  an einer neuen Geräteklasse weckt, dies aber in meinen Augen so miserabel tut, dass andere eine Menge Chancen haben, es besser zu machen. Beispielsweise Hewlett-Packard mit dem Slate… Und bevor jetzt Mario wieder sagt, dass ich alles, was von Apple kommt pauschal nur schlecht machen will, hier mal die Liste meiner Kritikpunkte am iPad:

  • Warum gibt es keine Kamera? So ein Gerät schreit doch geradezu nach Videotelefonie. Und hey, jedes MacBook hat sowas.
  • Warum kann ich nicht mal eben einen USB-Stick anschliessen, um Daten drauf zu spielen oder sie vom Stick zu benutzen? Mein geliebtes Netbook kann das.
  • Und das wichtigste: Warum ein erweitertes iPhone-OS und wieder mal die Gängelung durch den App-Store? Warum liefert Apple das iPad nicht als normalen Computer, gerne mit Snow Leopard, den ich als Anwender beliebig erweitern und konfigurieren kann? Eventuell sogar das Betriebssystem wechseln, was ja ansonsten auch bei jedem aktuellen Mac geht? Die Mail-App von Apple gefällt mir nicht, also Thunderbird installieren? iWorks ist Spielzeug, OpenOffice soll her? Safari kann kein Flash, also her mit Opera Mobile? Denkste, nur Anwendungen aus dem App-Store können installiert werden, und dort findet sich ja bekanntlich nichts, was in irgendeiner Form in ernsthafter Konkurrenz zu Apple-Apps steht…

Also ehrlich, Mr. Jobs, ich habe nach der genialen (Nicht-) Marketingkampagne  um das Gerät vorab etwas mehr erwartet als einen Fast-10-Zoll-iPod Touch. Und eBooks werden nicht besser dadurch , weil man sie iBooks nennt und in ein virtuelles Regal stellt (im übrigen stammt auch diese Idee nicht von Apple, sondern vom deutschen Unternehmen Midvox – demnächst zu sehen in immer mehr Buchhandlungen). Wobei ich als gelegentlicher Nutzer eines Sony-Readers ohnehin bezweifle, dass ein iPad mir den Lesekomfort von e-Book-Readern mit eInk-Technologie bieten kann.

Aber – wahrscheinlich wird der Markt für Apple entscheiden, so wie es auch beim iPhone war. Und ich freue mich wie eingangs erwähnt, dass auch hier andere Hersteller mitziehen werden und hoffentlich mehr aus der Idee machen. Den HP-Slate mit Windows 7, auf dem wahrscheinlich auch ein Ubuntu-Linux zum Laufen zu bringen wäre, würde ich bei einem angemessenen Preis wohl direkt kaufen… Einfach weil ich gerne entscheide, was auf meinen Computern läuft…

Seien wir gespannt…

Wohl übertrieben… Oder?

Ich finde es toll, wenn Software ordentlich lokalisiert – oder, für Nicht-Informatiker, ausreichend und vor allem korrekt übersetzt ist. Aber was mir hier heute beim Aufsetzen eines Ubuntu-Servers entgegenleuchtete, hat mich dann doch umgehauen. Guckst du da:

Wohl ein Phänomen aus dem Star-Trek-Universum.

Wohl ein Phänomen aus dem Star-Trek-Universum.

Ach ja, die Cloud – jetzt fällt es mir wieder ein…

Das hätte ich ja nicht gedacht…

… dass ich an einer schwarz-gelben Regierung noch mal was Positives finden würde. Aber “Löschen statt Sperren” klingt ja schon mal nicht ganz schlecht. Schade nur, dass man sich in Sachen Vorratsdatenspeicherung noch nicht eines Besseren besonnen hat.